© 2019 by Elvis Burchia

lente1.png
  • Facebook Basic Black
  • Black Instagram Icon

Aus der Vereinsgeschichte
 

Ein Dokument im Kirchenarchif von Abtei aus dem Jahre 1705 berichtet, dass es 1703 in Abtei „ Singer und Geiger „ gab, die den Gottesdienst verschönerten. Volkesstimme will wissen, dass bei der Primiz des Hochw. V.M.Mayerhofer von Coburg und Anger im Jahre 1758 in Abtei bereits eine Musikkapelle gespielt habe, ebenso wie bei der Primiz von Hochw. Baldessé Costalta ( 1745 – 1809 ) im Jahre 1774; einen schriftlichen Nachweis darüber gibt es nicht. Bereits ältere Generationen haben immer wieder behauptet, die Musikkapelle Abtei sei bedeutend älter als die schriftlichen Quellen dies zeigen. Es ist erwiesen, dass die Musikkapelle Abtei bereits im Jahre 1835 „ ein solemnes Rorateamt mit Musik „ bestritten hat , was ein Dokument aus demselben Jahr im Kirchenarchiv von Abtei beweist. Treibende Kraft soll der Bauer Felix Valentin ( 1765 – 1836 ) vom Hof „ Schwarz „ im Weiler Valgiarëi gewesen sein. Nach diesen beiden Valentin hat Jan Evangelist Flatscher vom Hof Valacia ( längst aufgelassen), Lehrer und Organist im Ort, die Musikkapelle von 1853 – 1867 geleitet. Dieser Stabführer hat den Musikanten die ersten Noten beigebracht, während man bisher alles auswendig nach Gehör improvisiert hatte. Die Musikkapelle, die anfänglich wohl nur aus kaum einem Dutzend Musikanten bestand, spielte während der Prozessionen an hohen Festtagen und nach der kirchlichen Feier folgte ein Konzert auf dem Dorfplatz. 1875 hat Pater Ujöp Freinademetz seine Primiz in Abtei gefeiert, die von der Musikkapelle verschönert wurde. Mit dem Lehrer und Organisten Paul Vittur ( 1872 – 1922) bekam die Musikkapelle 1893 einen recht fähigen Musikdirigenten. Bei den damaligen zahlreichen Primizfeiern im Tal wurde die Musikkapelle Abtei eingeladen, auch in anderen Ortschaften des Tales das große Fest mit ihren Klängen zu verschönern. Nu wenige Dörfer hatten damals schon eine eigene Kapelle.

Am 12. Juni 1912 hatte die Musikkapelle Abtei die Ehre, den Prinzen Erzherzog Eugen von Habsburg musikalisch zu begrüssen; er war als Vertreter des Kaisers auf dem Weg zur Einweihung des Denkmals von Catarina Lanz in La Pli da Fodom / Buchenstein. Nicht wenige Musikanten hatten im ersten Weltkrieg den Tod gefunden. Kapellmeister Vittur ist mit dem Leben zwar davongekommen, die Strapatzen des Krieges hatten seine Gesundheit aber derart in Mitleidenschaft gezogen, dass er 1922 kaum 50 –jährig verstarb. Die aufgerissene Lücke konnte die Musikkapelle mit dem Bauern Sepl Pitscheider vom Hof Sotćiastel als Kapellmeister kurzüberbrücken.
 

 

Die Ära der Brüder Pescoller

 

Im Jahre 1968 übergab Herr Flatscher die Präsidentschaft der Kapelle an Herrn Erich Pescoller, ein Sohn des Pfarrmesners. Kapellmeister waren abwechselnd Lois Willeit aus Enneberg ( La Pli ) und Herr Bruno Pescoller von hier. Im Jahre 1978 hat der junge, dynamische und sehr musikalische Fridl Pescoller, ein Bruder der vorgenannten Pescoller, die Stabführung übernommen, die er heute noch innehat. Mit grossem Können und Diplomatie hat er die Musikanten auf hohes Nioveau gebracht. Motivation, Freude und Begeisterung konnte er immer den Musikanten beibringen, ansonsten wäre die Kapelle nicht auf über 70 Mitglieder angewachsen; sehr viele junge Talente sind dabei. Die jungen Kräfte werden auch mit moderneren Melodien für die Musik begeistert.